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Vorfahrt für gute Manieren

Autoknigge – Gentleman im Straßenverkehr 

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Einer Umfrage zufolge halten sich 80 Prozent aller Männer für überdurchschnittlich gute Autofahrer. Man muss keine Mathematik studiert haben, um zu erkennen, dass viele ihre Fähigkeiten überschätzen. Diese (Fehl-)Einschätzung taugt aber zumindest als Erklärungsansatz, warum am Steuer so viel auf die anderen Verkehrsteilnehmer geschimpft wird. Dabei könnte der Verkehr viel entspannter sein, wenn sich alle an die Regeln halten und nicht nur vorsichtig fahren, sondern auch umsichtig und nachsichtig sind. Der Gentleman-Blog gibt mit dem Autoknigge Empfehlungen für die Teilnahme am Straßenverkehr. 

Sicherheit geht vor!

Autos sind vor allem für Männer ein Statussymbol. ‘Je mehr PS, desto besser’, so das Credo. So gilt Autofahren als typisch männliches Hobby und auch der Motorsport hat vor allem männliche Fans. Die Straße ist aber keine Rennstrecke! Sicher ankommen ist immer wichtiger, als wie der Teufel zu fahren, nur um ein paar Minuten früher anzukommen. 

Am Steuer eines Fahrzeugs sind daher Umsicht, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme gefragt. Im Straßenverkehr bedeutet das, gefährliche Situationen wie etwa durch unbedachte Überholmanöver oder Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit zu vermeiden.

Provokationen im Straßenverkehr

Gefühle zeigen zu können, ist eine Eigenschaft eines Gentlemans, doch im Straßenverkehr sollte er seine Emotionen unter Kontrolle haben. 

Es ist zwar nachvollziehbar, sich über Raser auf der Autobahn oder Trödler zu ärgern, allerdings reagiert ein Gentleman nicht mit Schimpfwörtern, sondern bestenfalls mit einem nachsichtigen Lächeln. 

Das gilt ebenso bei Provokationen oder unflätigen Gesten von anderen. Immer schön locker bleiben, umsichtig und vorausschauend fahren – und gerne auch für die anderen Verkehrsteilnehmer mitdenken. 

Nicht nur andere Fahrer, auch Staus können eine besondere Geduldsprobe sein. Wenn Sie nicht allein im Auto sitzen, dann muntern Sie Ihre Mitfahrer anderen auf, erzählen Sie etwas, spielen Sie den DJ oder denken Sie sich Spiele aus.

Kritik vom Beifahrersitz

Insbesondere wenn Paare gemeinsam im Auto unterwegs sind, führen unterschiedliche Meinungen über Fahrstil, Geschwindigkeit oder Einparken oft zu Streit. 

Richtige Gentlemen sind auch beim Autofahren Kavaliere und bleiben Frauen im Straßenverkehr gegenüber genauso höflich wie sonst auch. Das sollten Sie auch unter Beweis stellen, wenn Ihre weibliche Begleitung Sie zum Beispiel darum bittet, nicht so schnell zu fahren oder nicht so dicht aufzufahren. Vermeintlich kritische Äußerungen sollten Sie nicht als persönlichen Angriff werten. Wenn Sie in solchen Fällen auf Ihre Begleiterin hören, fühlt sie sich nicht nur sicherer, sondern Sie geben ihr zudem das Gefühl, respektiert zu werden. Beim Autofahren erkennt man eben den wahren Gentleman. 

Kritik als Beifahrer

Nicht immer sitzt man selbst am Steuer. Seien Sie ein wachsamer Beifahrer und warnen Sie den Fahrer oder die Fahrerin gegebenenfalls vor Gefahrensituationen. Aber reden Sie speziell Ihrer Partnerin um Gottes willen nicht ständig rein oder geben Sie abfällige Kommentare ab. Das sorgt im Zweifel nur dafür, dass sie sauer wird und sich schlechter auf das Fahren konzentrieren kann.

Als wahrer Gentleman werden Sie Ihre Begleiterin (oder wer auch immer am Steuer sitzt) nicht rügen, wenn sie beispielsweise beim Einparken einen Fehler macht, selbst wenn das Fahrzeug einen kleinen Kratzer abbekommt. Denn das hat sie sicherlich nicht mit Absicht gemacht. Ihre Partnerin wird Ihnen dankbar sein, wenn Sie ihr den Fauxpas nicht vorhalten, sondern ihr versichern, dass Fehler menschlich sind und daher jedem mal passieren können.

Erste Hilfe: Was tun bei einem Unfall? 

Als Autofahrer, der Zeuge eines Unfalls ist, sind Sie verpflichtet, Hilfe zu leisten, indem Sie zumindest den Notruf zu verständigen. Damit die Rettungsleitstelle notfallgerecht handeln kann, muss diese idealerweise wissen:

  • …wo sich die Unfallstelle befindet.
  • …was genau passiert ist.
  • …wie viele Menschen verletzt sind.
  • …und ob bzw. welche Verletzungen vorliegen.

Niemand erwartet, dass Sie Ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzen. Doch falls nötig und möglich, sollten Sie den Ort des Unfalls absichern und Erste Hilfe leisten.

Immer dabei: Der Erste-Hilfe-Koffer

Dafür sollten Sie sich mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen auskennen und einen Erste-Hilfe-Koffer samt Inhalt im Auto dabei haben. Das Mitführen eines Verbandskastens im Fahrzeug ist Pflicht. Dieser sollte jederzeit griffbereit sein, damit Sie im Notfall schnell reagieren können. 

Der genaue Inhalt einer Erste-Hilfe-Box ist durch die DIN 13164 festgelegt. In den Verbandskasten gehören unter anderem:

  • Dreiecktuch (als Polsterung, Fixier- und Tragehilfe)
  • Fertig-Pflasterset (zur Wundversorgung)
  • Feuchttücher (zur Reinigung unverletzter Hautflächen)
  • Fixierbinden (zur Fixierung von Wundauflagen und Verbänden)
  • Kompressen (steril, als Wundauflage)
  • Medizinische Handschuhe (als Schutz vor Infektionen)
  • Rettungsdecke (als Schutz vor Unterkühlung, Wind und Nässe)
  • Schere (um ggf. die Kleidung des Opfers aufzuschneiden)
  • Verbandspäckchen & Verbandstücher (zur Abdeckung von großflächigen Verletzungen)
  • Erste-Hilfe-Broschüre (enthält wichtige Informationen zu Sofortmaßnahmen am Unfallort).

Wichtig: den eigenen Erste-Hilfe-Koffer regelmäßig auf Vollständigkeit überprüfen, denn Binden, Pflaster und Kompressen halten nicht ewig. Sie haben ein Verfalldatum und müssen daher rechtzeitig ersetzt werden. Übrigens: Falls der Erste-Hilfe-Koffer im Fahrzeug bei einer Polizeikontrolle nicht vollständig ist, drohen saftige Bußgelder.

Wenn Sie in Deutschland mit Ihrem Auto unterwegs sind, müssen Sie außerdem Ihren Führerschein und Fahrzeugschein dabei haben, um diese Dokumente gegebenenfalls bei einer Verkehrskontrolle vorzeigen zu können. 

Mit Kindern im Auto unterwegs

Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Das gilt auch im Straßenverkehr. Halten Sie sich daher an die Verkehrsregeln. Schnallen Sie sich vor der Abfahrt an, überschreiten Sie nicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit und lassen Sie Ihre Finger und Augen vom Smartphone. Zudem ist Rauchen im Auto ein Tabu, wenn Kinder mitfahren.

Insbesondere für das Handyverbot am Steuer gibt es gute Gründe. So ist erwiesen, dass die Unfallgefahr bei der Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr um das Vierfache steigt. Wenn Sie also dringend telefonieren oder eine Nachricht schreiben wollen, sollten Sie sich eine geeignete Parkmöglichkeit suchen. 

Aus Gefahrensituationen lernen

Gleichwohl kann es im Straßenverkehr durch mangelnde Aufmerksamkeit, zu schnelles Fahren oder durch Fehlentscheidungen zu gefährlichen Situationen, die vermeidbar gewesen wären. Zudem können jederzeit brenzlige Situation entstehen, auch wenn Sie nicht selbst daran nicht beteiligt waren, oder nicht dafür verantwortlich sind. 

 Wenn Sie sich von dem Schrecken erholt haben, sollten Sie noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, was Sie falsch gemacht haben und wie es zu dem Beinahe-Unfall kommen konnte. 

Gute Fahrt!

Wann, wo und mit wem auch immer Sie im Auto unterwegs sind – mit dem Autoknigge an Bord wünschen wir Ihnen eine gute, sichere und unfallfreie Fahrt.

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