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Gefährlichen Medienkonsum

Handy-Sucht aktiv bekämpfen

Handy-Sucht aktiv bekämpfen

Ich muss nur kurz die Mails checken…” – Und eher wir uns versehen, landen wir auf WhatsApp, LinkedIn und Social Media und verschwenden mit unserem Smartphone unsere wertvolle Lebenszeit, ohne das zu tun, was wir wirklich lieben oder was uns weiterbringt. Coach Michaela Brohm gibt im Gentleman-Blog konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen, wie Sie Ihren Medienkonsum und Ihre Abhängigkeit vom Handy in den Griff bekommen.

Warum das Handy süchtig macht 

Wer kennt das nicht, dass man nur mal schnell auf Social Media schauen möchte und letztlich nichts mehr schafft, weil man dort kleben bleibt. Kein Wunder, bekommen wir auf unserem Smartphone dank der Algorithmen genau das angezeigt, was uns interessiert, damit wir möglichst lange dort verharren. 

Und so geraten wir schnell in eine Art Abhängigkeit! Denn:

  • Wir haben permanent Angst, etwas zu verpassen.
  • Wir müssen immer präsent sein.
  • Wir brauchen die Bestätigung durch Likes.
  • Wir überbrücken unsere Langeweile.
  • Wir möchten permanent erreichbar sein.

Und immer wieder geht der Blick aufs Handy

Schätzen Sie mal, wie häufig Sie am Tag einfach ihr Smartphone zücken, um News zu checken, einen Blick in die Social-Media-Kanäle zu werfen oder um zu kontrollieren, ob Sie eine E-Mail oder Nachricht erhalten haben. Laut aktuellen Studien schauen wir ca. 50 bis 80 Mal am Tag auf unser Handy. Im wachen Zustand ist das umgerechnet ca. alle 5 bis 10 Minuten! 

Und mit jedem Mal werden wir aus unseren Aufgaben gerissen, die wir gerade erledigen wollen. Für unser Gehirn ist es extrem schwierig, nach der Unterbrechung wieder zur ursprünglichen Aufgabe zurückzukehren. 

Das schränkt unsere Produktivität massiv ein, denn so werden wir davon abgehalten, Dinge zu tun, die wir eigentlich tun möchten: eine Arbeit erledigen, ein Buch lesen, Sport machen, Zeit mit den Menschen verbringen, die uns wichtig sind. 

Teilweise bekommen wir nicht mal wirklich mit, was unsere Partner, Freunde oder Kinder uns sagen. Insbesondere unsere Kinder bemerken jedoch schnell, wenn wir nicht aufmerksam sind. 

Negative Auswirkungen für Körper und Geist

Das jedoch sind nicht die einzigen negativen Nebenwirkungen von übermäßigem Medienkonsum. Er führt auch zu schlechterem Schlaf. Was allerdings noch schlimmer ist: Er schwächt unser Selbstbewusstsein und kann negative Auswirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche haben. 

Denn die körperliche Haltung, die wir einnehmen, während wir auf unser Smartphone schauen, ist oft exakt die Haltung, die wir einnehmen, wenn wir deprimiert sind: Die Schultern hängen nach unten, der Blick ist gesenkt, die Augen sind nur halb geöffnet, der Kopf ist nach unten geneigt.

Schneiden wir dann gefühlt auch noch schlecht im Vergleich zu all den Menschen ab, die sich auf Instagram, Facebook etc. im besten Licht präsentieren, hat das weitere Folgen auf unsere Psyche. Hier fallen wir einer verzerrten Wahrnehmung zum Opfer: Die meisten Menschen posten (verständlicherweise) vor allem die schönen Seiten Ihres Lebens: Urlaub, Konzerte, Erfolge, glückliche Kinder,… So entsteht der Eindruck, dass alle anderen ein super Leben führen – nur man selbst nicht. 

Das Verlangen nach Emotionen

Die Anzahl der Likes, die wir für unsere Postings bekommen (oder eben auch nicht bekommen), leistet einen weiteren Beitrag dazu, wie wir uns fühlen.

Der Grund für den teils unbewussten Griff zum Smartphone liegt am Wunsch nach dem Erleben von Emotionen, die uns wichtig sind und von denen wir nicht genug bekommen können. Denn hinter jedem übermäßigen Konsum – sei es durch Medien, Zigaretten, Süßigkeiten, Kaffee etc. steht letztlich ein unerfülltes emotionales Bedürfnis wie zum Beispiel nach sozialer Bindung, Ablenkung, Neugierde, Unterhaltung, Sicherheit usw. Und dieses Bedürfnis möchten wir stillen.

Zunächst muss ein Problem erkannt werden, um es aktiv beheben zu können. Dazu ist es zunächst wichtig, sich bewusst zu machen, wie oft und wann man zum Smartphone greift, indem man ggf. die Handyzeiten einmal festhält oder die Bildschirmzeit überprüft. 

Bedürfnisse erkennen, um den Konsum zu reduzieren

Um den Konsum zu reduzieren, gilt es außerdem darum herauszufinden, welches Bedürfnis tatsächlich dahintersteckt. Beispielsweise kann Langeweile auch anderweitig gestillt werden als durch das Smartphone. 

Weiterhin kann das Ausschalten der Push-Benachrichtigungen dabei unterstützen, weniger durch das Handy abgelenkt zu werden. 

Schauen Sie einmal nur ganz bewusst alle 30 oder 60 Minuten darauf oder richten Sie feste Zeiten ein, zu denen Sie den Nachrichteneingang überprüfen. Auch der Grau-Modus des Smartphones führt dazu, dass wir es weniger lange nutzen. Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Änderung der Bildschirmeinstellung in Graustufen die Geräte weniger ansprechend macht und somit eine hohe Bildschirmzeit um einiges reduzieren kann.

Für mehr Achtsamkeit im Leben

Wie schon erwähnt, ist das Bewusstmachen der Sucht und Abhängigkeit jedoch der ausschlaggebende Impuls. Fragen Sie sich: 

  • »Warum möchte ich jetzt auf mein Telefon gucken?«
  • »Was passiert, wenn ich es nicht tue?«
  • »Was würde mir gerade mehr „bringen“, als auf mein Smartphone zu gucken?«

Diese oder ähnliche Fragen, vor allem aber das Bewusstmachen und eine Art Achtsamkeit, sind nicht nur in Bezug auf die Smartphone-Nutzung hilfreich, sondern bei jeglicher Art von übermäßigem Konsum ein hilfreicher und wirkungsvoller erster Schritt.

Hypnose gegen die Abhängigkeit vom Handy

Weitere Unterstützung gegen die Handy-Sucht bietet eine Hypnose oder auch ein Emotionscoaching. Hier wird auf das Bedürfnis hinter dem übermäßigen Konsum von Medien (Smartphone, Playstation, Social Media, Streaming,…), von Süßigkeiten, Rauchen etc. eingegangen. Das kann eine Entwöhnung schnell und leicht ermöglichen.

Die Autorin

Coach Michaela Brohm

Michaela Brohm

Michaela Brohm aus Mechernich arbeitet als Coach & Hypnotiseurin sowie im Bereich Persönlichkeitsentwicklung durch Vorträge. Durch einen lösungsorientierten Ansatz unterstützt Sie andere Menschen in persönlichen Krisen, im Bereich Selbstvertrauen und bei gewünschten Verhaltensänderungen. Ihre Website: www.coaching-brohm.de

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