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Oldtimer, Autorennen & Retro-Look – Goodwood Revival

Oldtimer, Autorennen & Retro-Look – Goodwood Revival

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Auf dem weltbekannten Motorsportfest im Süden Englands treffen sich alljährlich tausende Automobilfans, um gemeinsam die glorreichen Zeiten der Goodwood-Rennstrecke wieder aufleben zu lassen. Doch nicht nur die Begeisterung für Oldtimer und Autorennen wird auf dem Goodwood Revival zelebriert, sondern auch die Freude am Retro-Look. Gastautorin Rebecca Koch von Maxwell Scott Bags hat sich unter die Besucher gemischt und berichtet, welche Outfits in diesem Jahr hoch im Kurs standen.

Das Goodwood Festival of Speed

Für Freunde des Motorsports ist das Goodwood Revival im September eine feste Instanz und zählt mittlerweile zu einem der größten Motorsport-Events der Welt. Die Blütezeit erlebte die Goodwood Rennstrecke zwar zwischen 1948 und 1966, nichtsdestotrotz versammeln sich einmal im Jahr autobegeisterte Fans zu dem berühmten Oldtimer-Festival. Gastgeber der PS-Party ist kein anderer als Charles Gordon-Lennox, Earl of March and Kinrara, dessen Großvater im Jahre 1936 mit einem privaten Bergrennen die Tradition um die Motorsportveranstaltung begründete.

Zurück zur Gegenwart. Mobiltelefone werden auf dem Gelände ebenso ungern gesehen wie Jeans. Tatsächlich gilt eine zeitgenössische Bekleidung zu einem der ungeschriebenen Gesetze des Spektakels und so gleicht der Besuch auf dem Goodwood-Anwesen einem Ausflug in längst vergangene Zeiten. Für alle, die nun auch Lust haben, das Festival im nächsten Jahr zu besuchen oder sich schlicht und einfach für dessen Retro-Flair begeistern können, kommen hier die Top-Outfits zum passenden Gefährt.

1. Der Pilot

Originale Militär-Uniformen der 20er bis 50er Jahre sind wohl die beliebtesten Kostüme des Goodwood Revivals. Das edle Dunkelblau oder warme Dunkelgrün der Uniformen samt goldener Abzeichen verströmen einen Hauch von Nostalgie und decken zugleich einen entscheidenden Unterschied zwischen Großbritannien und Deutschland auf: Uniformen haben in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg einen fahlen Nachgeschmack. Auf dem Goodwood Revival wird dagegen der Nationalstolz – auch im Hinblick auf den Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg – offen ausgelebt.

Wer gerne eine Retro-Uniform tragen möchte, ist beispielsweise mit einer Pilotuniform einer internationalen Fluglinie am besten beraten. Ihr schnittiger Charme macht sich besonders gut für ein Erinnerungsfoto mit einem der Retro-Flugzeuge, die als Highlight auch auf der Veranstaltung ausgestellt werden.

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2. Der Biker

Beim Goodwood Revival dreht sich also nicht alles nur um Autos. Auch Motorräder der 40er und 50er finden sich überall auf dem Gelände und natürlich auf der Rennstrecke. Motorradfans können sich getrost in passender Kluft zeigen.

Als Inspiration vieler Besucher ist unverkennbar James Dean zu erkennen, dessen rote Lederjacke aus dem Film „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ zum Verkaufsschlager der 50er Jahre avancierte. Alternativ zum auffälligen Rotton eignet sich auch schwarzes Leder als Hauptelement des Biker-Outfits: Lederhose, Bikerjacke und weißes T-Shirt wirken selbstbewusst und zugleich ein bisschen wild.

3. Der Mechaniker

Viele Goodwood-Besucher schätzen ein einfaches und doch effektives Outfit – den Retro-Mechaniker. Mit einem weißen oder beigen Overall (am besten natürlich schon etwas schmutzig), Schiebermütze und Boots kommt man schnell mit den Besitzern der edlen Autos und den Rennfahrern ins Gespräch.

Noch lässiger und originalgetreuer wird das Ganze, wenn man den Overall bis zum Bauchnabel aufknöpft, die Ärmel um die Taille bindet und ein langärmliges, weißes Unterhemd entblößt (ebenfalls schmutzig). Das Goodwood Festival ist wohl das einzige Event in Großbritannien, bei dem dieses Outfit gern gesehen wird.

4. Der Adelige

Nach wie vor ist wohl das klassische Outfit beim Festival of Speed der britische Lord. Oft hat man jedoch das Gefühl, dass dies für viele Besucher kein Kostüm im eigentlichen Sinne ist. Als Inspiration empfiehlt es sich zuvor, die ein oder andere Folge „Downtown Abbey“ zu schauen, in der sich der britische Lord Grantham zwischen den 20er bis 40er Jahren dem Wandel der Zeit anpassen muss.

Vor allem als Vertreter des britischen Adels hatte man die Zeit und natürlich die finanziellen Mittel, um ein Interesse an Automobilen zu kultivieren und konnte sicherlich auch so manchem Rennen beiwohnen. Hochgeschnittene, weite Hosen im Stil der 30er Jahre und lange Jacketts aus hochwertigem Tweed in Grau und Brauntönen kann man nach Belieben kombinieren.

Tipp: Wie bei allen Outfits sind es erst die sorgfältig ausgewählten Accessoires, die den Look stimmig machen. Eine seidenes Halstuch, eine Schiebermütze – ebenfalls aus Tweed – und vielleicht eine Zigarre und fertig ist das Kostüm. Fehlt nur noch der Chauffeur…

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Die Autorin

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Maxwell Scott Bags

Julia Munder, Rebecca Koch und Nicole Rohde berichten abwechselnd als Gastautorinnen über neueste Trends und klassische Stilfragen. Als Mitarbeiterinnen des britischen Luxus-Lederwaren-Unternehmens Maxwell Scott Bags kennen sie sich mit der Tradition des Britischen Gentlemans sehr gut aus und versorgen die Leser mit allerlei Informationen und praktischen Tipps rund um das Thema stilvolle Reisetaschen.

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Kommentare (3)

  1. klassik
    24 Dezember 2020

    Gentlemanlike

  2. Timo
    03 November 2016

    Also ich finde die alten Autos einfach genial genau so wie die Musik aus diesen Jahren

  3. The Major
    10 Oktober 2016

    Toller Bericht! Besten Dank.
    Ich bedaure, dass es keine Bilder der beschriebenen Garderoben hat.

    Hochachtungsvollst
    The Major

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