Herrenschuhe

Der Gentleman-Blog informiert über Herrenschuhe: Infos zu Oxford, Derby, Brogues und rahmengenähten Schuhen.
Budapester Herrenschuhe

Budapester Herrenschuhe

Budapester sind nicht nur die Bewohner der ungarischen Hauptstadt, nein, auch ein äußerst bekannter Herrenschuh trägt diese Bezeichnung. Nachdem wir bereits die klassischen HerrenschuhmodelleDerby und Oxford vorgestellt haben, wenden wir uns dieses Mal dem Budapester zu. Dieser zählt zu den beliebtesten Herrenschuhen Deutschlands und ist dabei streng genommen nicht einmal ein eigenes Schuhmodell. Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts dürfen wir uns an den handwerklichen Meisterleistungen der ungarischen Schuhmacher erfreuen.

Budapester: Eher eigene Leistenform denn Schuhmodell

Schuhpflege: Die Wiedergeburt gebrauchter Schuhe

Schuhpflege: Die Wiedergeburt gebrauchter Schuhe

Wenn Schuhe nicht regelmäßig gepflegt werden, bleichen sie mit der Zeit aus, bekommen einen verschrammten Schaft und einen abgestoßenen Sohlenrand. Doch ein wenig Know-How, der richtige Einsatz von Pflegemitteln und natürlich etwas Hingabe, lassen selbst Schuhe mit starken Gebrauchsspuren fast wie neu erstrahlen. Schuhpflege-Experte Rainer Ersfeld erklärt wie.

Galoschen: Überschuhe schützen

Galoschen: Überschuhe schützen

Angesichts des Rückkehr des regenrischen Wetters wird den Besitzern hochwertiger Business-Schuhe die Laune dieser Tage gehörig vergehen. Gehandicapt durch den langen und harten Winter, ließen sie ihre Lieblinge lieber im Schrank, als dass sie ihre Schuhe dem Eis und den Salzen auf der Straße aussetzten. Dann kommt der Frühling und das Herz des Schuhliebhabers jauchzte auf – doch nur kurz, denn die nächste Schlechtwetterfront mit Regen und Matsch steht bereits vor der Tür. Doch wie kommt der geschmacksbewusste Mann bei diesen Verhältnissen, wenn er nicht auf seine Lieblingsschuhe verzichten will, ins Büro? Entweder er nimmt sie separat mit auf die Arbeit oder er ist ein reiner Schönwetterschuhträger und wartet tapfer auf das nächste Hoch. Tatsächlich bietet sich hier jedoch eine Alternative an, zu der Mann bei Regen, Nässe und Kälte greifen kann: Überschuhe!

Über den Sinn von Schuhpflege

Über den Sinn von Schuhpflege

Schuhpflege erscheint bei dem heutigen Überangebot von Pflegemitteln vielen als ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist sie ganz einfach und man benötigt zur optimalen Pflege von Lederschuhen auch keine Unmenge von Cremes aus Tuben oder Tiegeln, Sprays, Tinkturen und was sonst noch an überflüssigen Präparaten auf den unkundigen Käufer wartet. Eine gute Hartwachscreme aus der flachen Blechdose, wie sie schon unsere Großväter (mit zusätzlichem Einsatz von Spucke beim Polieren) nutzten, zusätzlich einige Polierbüsten und einen Auftragslappen reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Warum diese Creme immer noch das Beste ist, womit Sie das Oberleder Ihrer Schuhe pflegen können, erfahren Sie in den folgenden Beiträgen zum Thema Schuhpflege. Darin komme auch noch auf die Spucke zu sprechen. Doch zuvor sei die grundsätzliche Frage beantwortet, weshalb man Schuhe überhaupt pflegen sollte.

Vor Ort: Heiteres Schuhpflege-Seminar von Burgol

Vor Ort: Heiteres Schuhpflege-Seminar von Burgol

Anders als in vielen anderen Ländern wie beispielsweise Indien oder Brasilien, wo Schuhputzer ein verbreiteter Beruf ist und es in den dortigen Gesellschaften vollkommen normal ist, sich auf offener Straße die Schuhe putzen zu lassen, reinigen die meisten Deutschen ihre Schuhe noch selbst – wenn sie es denn tun. Wie man seine Schuhe richtig putzt, zeigt und lehrt Rainer Ersfeld von Burgol – Shoecareservice in seinen Schuhpflege-Seminaren. Der Gentleman-Blog war vor Ort und hat es sich aus der Nähe angeschaut.

Passive Schuhpflege – Schuhlöffel und Schuhspanner

Passive Schuhpflege – Schuhlöffel und Schuhspanner


Für die lange Lebensdauer hochwertigen Schuhwerks ist das Thema der passiven Schuhpflege von äußerster Relevanz! In letzter Zeit wurde ihm aber leider – zugunsten breit geführter Machart- sowie Materialdiskussionen – nur sehr begrenzte Aufmerksamkeit gewidmet.

Gehen wir hier deswegen gleich in medias res: Ein rahmengenähter, noch nicht eingelaufen Schuh, darf zu Beginn insgesamt durchaus etwas eng sitzen, im Bereich der Kleinzehen jedoch keinesfalls Druck ausüben! Achten Sie speziell darauf, dass er gut an der Ferse anliegt. In diesem Zusammenhang ist es unerheblich, ob die neuen Schuhe von Hand eingestochen oder maschinell mit Gemband gefertigt sind. Meist verlieren sich gewisse produktionsbedingte Unterschiede nach ca. 10 Minuten – nämlich sobald der Fuß Wärme an den Schuh abgeben konnte.

Der Derby Herrenschuh

Der Derby Herrenschuh

Derby Herrenschuhe

Ein Schuh, dessen Schnitt weltberühmt ist und den eigentlich jeder Mann in seinem Besitz wissen sollte. Kein Wunder also, dass der Derby in Europa zu den beliebtesten Schuhmodellen zählt.

Seine Herkunft ist bis heute nicht einwandfrei geklärt. Vermutlich geht er jedoch auf einen britischen Earl der Grafschaft Derbys zurück. Jener lebte im ausgehenden 19. Jahrhundert und hatte der Legende nach ob seiner korpulenten Erscheinung wegen Probleme beim Einstieg in seine Stiefel. Ein ortsansässiger Schuhmacher nahm sich des unglücklichen Earls an. Er experimentierte eine wenig mit den gängigen Schnittmustern und schuf etwas völlig Neues.

Offene Schnürung des Derbys garantiert bequemen Einstieg

Bei seinem Schaftschnitt lagen die Seitenteile, welche die Schnürung tragen, auf dem Vorderblatt auf. Dieses ging wiederum elegant in die Zunge über. Der Derbyschaftschnitt war geboren und der Earl hatte durch die offene Schnürung keinerlei Probleme mehr in seine Schuhe hineinzukommen. Gerade dieser bequeme Einstieg macht den Derby noch heute, neben seinem eleganten Erscheinungsbild, zu einem äußerst beliebten Herrenschuh-Modell – gerade auch für Männer mit einem hohen Spann und breiten Fuß.

Der Oxford-Schuh

Der Oxford-Schuh

Oxford Schuh

Der Legende nach waren es die Studenten des Oxford College, die den Oxford-Schuh in der Mitte des 19. Jahrhunderts populär machten. Galten bis dahin hohe oder halbhohe Stiefel in der Herrenwelt als chic, erachteten die Akademiker den Oxford, einen geschnürten Halbschuh, als besseres Ausdrucksmittel für ihren Stil. Um das Jahr 1860 etabliert sich der Oxford vor allem als klassischer Sommerschuh. Die Sohle war damals noch sehr dünn und schützte kaum vor widrigen Witterungsbedingungen. In den frühen 1920er Jahren kamen schließlich dick besohlte Oxford-Schuhe in Mode. Sie trotzten schlechtem Wetter und waren fortan nicht mehr aus der Herrenschuhmode wegzudenken.

Rahmengenähte Schuhe – Die Könige der Herrenschuhe

Rahmengenähte Schuhe – Die Könige der Herrenschuhe

Rahmengenaehte Schuhe
Goodyear welted? Handelt es sich hierbei etwa um einen besonderen Autoreifen? Ganz und gar nicht und jeder Schuhliebhaber – und der, der es gerne werden möchte – sollte bei dieser Bezeichnung hellhörig werden, steht sie doch für allerhöchste Qualität im Segment der Herrenschuhe. Es handelt es sich dabei streng genommen um die von Andreas Eppler erfundene und von Charles Goodyear Junior 1872 patentierte maschinelle Fertigungsmethode von Herrenschuhen, bei welcher mittels der Goodyear Einstechmaschine und der Goodyear Aufdoppelmaschine die beiden Bodennähte der Schuhe vernäht werden. Einfach gesagt steht Goodyear welted für rahmengenähte Schuhe, da fast alle Herrenschuhe dieser Machart auf diese Weise fabrikmäßig hergestellt werden.

Brogues – Die Lochverzierung der Herrenschuhe

Brogues – Die Lochverzierung der Herrenschuhe

brouge
Als Brogues werden Herrenschuhe bezeichnet, die mit einem Lochmuster versehen sind. Dabei ist es egal, ob der Schuh von Aufbau her ein Oxford, Derby, Blucher oder Monkstrap ist. Jedes dieser Basismodelle kann durch Brogues variiert werden.
Der Herzog von Windsor, eine Stilikone bis in die 1970er Jahre, trug Brogues sowohl zum Golfspielen, als auch in einer feineren Variante zu gesellschaftlichen Anlässen und machte so diesen Herrenschuh weltweit populär.