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Welcher Hemdkragen für welchen Anlass?

Welcher Hemdkragen für welchen Anlass?

Beim Hemdkauf achten viele Männer zuerst auf Farbe, Stoff und Passform. Dabei beeinflusst auch der Hemdkragen entscheidend, wie das gesamte Outfit wirkt. Je nach Form kann er das Gesicht optisch strecken, breiter erscheinen lassen oder einem Look mehr Eleganz verleihen. Gleichzeitig entscheidet die Kragenform darüber, wie gut ein Hemd zu Anzug, Krawatte oder einem legeren Freizeit-Outfit passt.

Welche Hemdkragen gibt es?

Hemdkragen unterscheiden sich vor allem durch die Stellung der Kragenspitzen, ihre Höhe und ihre Breite. Diese Merkmale beeinflussen die Wirkung des Hemdes und bestimmen, zu welchen Outfits und Anlässen eine Kragenform passt.

Kentkragen

Der Kentkragen gehört zu den klassischen, vielseitig kombinierbaren Kragenformen. Seine eng nach unten verlaufenden Spitzen wirken dezent und ausgewogen.

Haifischkragen

Beim Haifischkragen stehen die Kragenspitzen deutlich weiter auseinander. Dadurch entsteht eine breite und markante Form. 

Cutaway-Kragen

Der Cutaway-Kragen besitzt eine besonders weite Kragenöffnung. Seine Kragenspitzen verlaufen nahezu horizontal. Diese Variante erscheint auffälliger als der klassische Haifischkragen.

Button-down-Kragen

Beim Button-down-Kragen werden die Kragenspitzen mit kleinen Knöpfen am Hemd fixiert. Die Form stammt ursprünglich aus dem sportlichen Bereich und wirkt bis heute vergleichsweise leger.

Stehkragen

Der Stehkragen besitzt keine umgelegten Kragenspitzen. Er liegt aufrecht am Hals und erzeugt einen reduzierten Look. 

Kragenformen

Welcher Hemdkragen passt zu welcher Gesichtsform?

Kragen können die Proportionen von Gesicht und Hals optisch beeinflussen. Breite Formen betonen die Horizontale, schmale Kragen lenken den Blick eher nach unten.

Rundes Gesicht

Bei einem runden Gesicht eignen sich eher schmale und längere Kragenformen. Der Kentkragen unterstützt durch seine nach unten verlaufenden Spitzen eine gestreckte Optik. Sehr breite Kragenformen verstärken dagegen häufig den Eindruck von Breite.

Schmales oder längliches Gesicht

Haifischkragen und Cutaway-Kragen passen gut zu einem schmalen oder länglichen Gesicht. Die breitere Kragenöffnung setzt einen horizontalen Akzent und gleicht längliche Proportionen optisch aus.

Ovales Gesicht

Ein ovales Gesicht harmoniert mit zahlreichen Kragenformen. Kentkragen, Haifischkragen und Cutaway-Kragen kommen gleichermaßen infrage. Die Auswahl richtet sich deshalb stärker nach Anlass, Kleidung und gewünschter Wirkung.

Kurzer oder langer Hals

Bei einem kurzen Hals wirken niedrige und eher schlanke Kragen meist harmonischer. Sehr hohe oder massive Kragen verkürzen den sichtbaren Halsbereich zusätzlich.

Ein langer Hals verträgt höhere und markantere Kragenformen. Sie verkleinern den sichtbaren Abstand zwischen Gesicht und Oberkörper und sorgen dadurch für ausgewogenere Proportionen. Gesichtsform und Körperbau sollten bei der Auswahl ebenfalls berücksichtigt werden.

Welcher Hemdkragen passt zu welchem Anlass?

Büro und Business

Kentkragen und Haifischkragen gehören zu den klassischen Varianten für das Büro. Der Kentkragen wirkt zurückhaltender. Der Haifischkragen vermittelt einen moderneren und markanteren Eindruck. In einem konservativen Geschäftsumfeld empfiehlt sich meist eine dezente Kragenform.

Vorstellungsgespräch

Für ein Vorstellungsgespräch empfiehlt sich ein klassischer Kentkragen. Seine zurückhaltende Form passt zu Anzug und Krawatte und lenkt den Blick nicht unnötig vom gesamten Erscheinungsbild ab.

Hochzeit und festliche Anlässe

Kentkragen, Haifischkragen und Cutaway-Kragen harmonieren besonders gut mit einem Anzug. Die Proportionen von Hemdkragen und Sakko sollten zueinander passen. Ein sehr kleiner Kragen wirkt neben einem breiten Revers schnell verloren. Ein größerer Kragen ergänzt ein breiteres Revers meist harmonischer. Ein weit geöffneter Kragen erzeugt einen deutlich modischeren Eindruck. Der Hemdkragen sollte sauber am Kragen des Sakkos anliegen. Sichtbare Lücken deuten häufig auf eine ungünstige Passform hin.

Freizeit

Button-down-Kragen und Stehkragen passen besonders gut zu Freizeitkleidung. Vor allem Hemden aus Leinen wirken lässig, aber trotzdem chic. Sie harmonieren mit Chinos, Jeans und leichten Stoffhosen. Auch unter einem Pullover oder einer Strickjacke wirkt ein Button-down-Kragen meist stimmig.

Welcher Hemdkragen passt zu Krawatte und Fliege?

Mit Krawatte

Die Breite der Kragenöffnung beeinflusst die passende Größe des Krawattenknotens. Entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kragen, Knoten und Gesichtsproportionen. Beim Kentkragen funktionieren viele klassische Knoten wie der Four-in-Hand. Der Haifischkragen harmoniert mit etwas breiteren Varianten. Ein Cutaway-Kragen verlangt meist nach einem voluminöseren Knoten, damit die breite Öffnung optisch ausgefüllt wird.

Zur Fliege: 

Eine Fliege bzw. Schleife lässt sich mit verschiedenen klassischen Kragenformen tragen. Kentkragen und Haifischkragen bieten eine ausgewogene Grundlage. Die Größe der Fliege sollte zur Breite des Kragens und zu den Gesichtsproportionen passen.

Für besonders formelle Abendkleidung existieren spezielle Kragenformen. Sie gehören vor allem zu klassischen Smokingkombinationen.

Ohne Krawatte: 

Kentkragen, Button-down-Kragen und formstabile Haifischkragen eignen sich auch ohne Krawatte. Der Stehkragen ist grundsätzlich für einen offenen Look vorgesehen.

Ein geöffneter oberster Hemdknopf wirkt in vielen Situationen gepflegt und entspannt. Zwei offene Knöpfe erzeugen einen deutlich legereren Eindruck und passen deshalb eher zu informellen Anlässen.

Wie sollte ein Hemdkragen richtig sitzen?

Ein passender Hemdkragen liegt nah am Hals an und verursacht keinen Druck. Bei geschlossenem obersten Knopf sollte ungefähr ein Finger bequem zwischen Hals und Kragen passen.

Ein deutlich größerer Abstand deutet häufig auf eine zu große Kragenweite hin. Druckstellen oder ein unangenehmes Engegefühl sprechen dagegen für eine zu kleine Größe. Auch beim Drehen des Kopfes sollte der Kragen angenehm sitzen.

Wie wird die Kragenweite richtig gemessen?

Die Kragenweite entspricht dem Halsumfang in Zentimetern und bestimmt damit die Hemdgröße. Gemessen wird am aufrecht gehaltenen, entspannten Hals.

  • Maßband waagerecht direkt unterhalb des Kehlkopfs anlegen, dort sitzt später das Kragenband
  • Band locker schließen, sodass ein Finger zwischen Band und Hals passt
  • Den Wert auf den nächsten ganzen Zentimeter aufrunden, weil Konfektionsgrößen in Einerschritten springen

Gut zu wissen: Baumwollhemden ziehen bei den ersten Wäschen leicht ein, weshalb ein halber Zentimeter Zugabe die Passform über Jahre erhält. Liegt das Ergebnis zwischen zwei Größen, entscheidet der Verwendungszweck. Hemden für Krawattenanlässe bleiben ganztägig geschlossen und vertragen die größere Weite.

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