Wonach suchen Sie?

Blog

Anzeige

Werbepartner Banner

Oldschool

Vintage-Jeans für Männer: So findet man Fit und richtige Größe

Vintage-Jeans für Männer: So findet man Fit und richtige Größe

Vintage-Jeans haben ihren ganz eigenen Charakter. Sie erzählen etwas über Stil, Zeitgeist und die Art, wie Kleidung getragen wurde, bevor Mode immer schneller und austauschbarer wurde. Eine gut sitzende alte Levi’s, Wrangler oder Lee kann einem Outfit genau jene Selbstverständlichkeit geben, die neue Jeans oft erst nach Jahren entwickeln.

Gerade für Männer liegt darin der Reiz: Vintage-Denim wirkt nicht perfekt, sondern ehrlich. Waschungen, kleine Gebrauchsspuren, andere Schnitte und robuste Stoffe machen jede Hose individueller. Gleichzeitig ist der Kauf nicht ganz so einfach wie bei einem aktuellen Modell von der Stange. Alte Größenangaben fallen häufig anders aus, Schnitte verändern sich je nach Jahrzehnt, und eine W32 ist nicht automatisch immer dieselbe W32.

Wer bei Vintage-Jeans nicht nur auf das Etikett schaut, sondern Schnitt, Maße und Zustand berücksichtigt, findet deutlich gezielter ein Modell, das wirklich passt – zum Körper, zum eigenen Stil und zum Anspruch an bewussten Konsum.

Warum Vintage-Jeans anders ausfallen können

Bei modernen Jeans sind Schnitte und Größen innerhalb einer Marke meistens relativ einheitlich. Bei Vintage-Jeans spielen dagegen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen unterscheiden sich Schnitte je nach Produktionsjahr. Eine Straight-Fit-Jeans aus den 1990er-Jahren kann beispielsweise deutlich weiter sitzen als ein heutiges Modell mit derselben Bezeichnung.

Hinzu kommt das Material. Denim kann sich durch jahrelanges Tragen, Waschen und Trocknen verändern. Baumwolle kann einlaufen, während sich stark beanspruchte Stellen mit der Zeit etwas weiten. Deshalb sollte die Größenangabe auf dem Etikett bei einer Vintage-Jeans eher als Orientierung dienen. Die tatsächlichen Maße der Hose sind meistens wichtiger als die angegebene Größe.

Gerade beim Online-Kauf ist es deshalb sinnvoll, eine gut sitzende eigene Jeans auszumessen und diese Werte mit dem angebotenen Modell zu vergleichen.

Straight, Baggy oder Bootcut: Welcher Fit passt?

Neben der Größe entscheidet vor allem der Schnitt darüber, wie eine Jeans am Ende wirkt. Wer sich zunächst einen Überblick über unterschiedliche Modelle, Waschungen und Schnitte verschaffen möchte, findet beispielsweise bei PkeyVintage eine Auswahl verschiedener Vintage-Jeans.

Straight Fit

Straight-Fit-Jeans verlaufen vom Oberschenkel bis zum Saum relativ gerade. Sie gehören zu den vielseitigsten Vintage-Schnitten und lassen sich sowohl mit Sneakern als auch mit Boots kombinieren. Gerade klassische Denim-Modelle aus den 1980er- und 1990er-Jahren findet man häufig in dieser Form.

Relaxed Fit

Relaxed Jeans bieten mehr Platz an Hüfte und Oberschenkeln, wirken dabei aber meist weniger extrem als klassische Baggy Jeans. Sie eignen sich besonders für Männer, die einen lockeren Sitz bevorzugen, ohne dass die Hose sehr weit ausfällt.

Bootcut

Bei Bootcut-Jeans wird das Bein ab dem Knie leicht weiter. Ursprünglich sollte dadurch genügend Platz für Boots entstehen. Heute funktioniert der Schnitt sowohl klassisch mit Stiefeln als auch als bewusster Kontrast zu moderner Streetwear

Baggy Fit

Baggy Jeans sitzen deutlich weiter und sind vor allem mit der Mode der 1990er- und frühen 2000er-Jahre verbunden. In Kombination mit einem schlichteren T-Shirt, Sweatshirt oder einer Vintage-Trackjacket kann eine weite Jeans schnell zum Mittelpunkt eines Outfits werden.

Wichtig ist allerdings die Länge: Eine Baggy Jeans darf locker fallen, sollte aber nicht so lang sein, dass der Saum dauerhaft über den Boden schleift.

Baggy FIt Jeans

Diese Maße sind beim Kauf einer Vintage-Jeans wichtig

Wer Vintage-Jeans online kauft, sollte sich nicht ausschließlich auf Angaben wie W32 oder L32 verlassen. Einige wenige Maße reichen meistens aus, um verschiedene Modelle sinnvoll miteinander zu vergleichen.

Bundweite

Die Hose wird geschlossen flach hingelegt und der Bund von einer Seite zur anderen gemessen. Eine flach gemessene Bundweite von beispielsweise 42 Zentimetern entspricht ungefähr einem Bundumfang von 84 Zentimetern.

Dabei sollte man beachten, dass die Position der Jeans am Körper eine Rolle spielt. Eine höher sitzende Jeans benötigt unter Umständen eine andere Bundweite als ein Modell, das tiefer auf der Hüfte getragen wird.

Innenbeinlänge

Die Innenbeinlänge wird vom Schritt entlang der inneren Naht bis zum Ende des Hosenbeins gemessen. Sie ist besonders hilfreich, um einzuschätzen, ob eine Jeans zu kurz oder zu lang ausfallen könnte.

Gesamtlänge

Zusätzlich kann die komplette Außenlänge vom Bund bis zum Saum gemessen werden. Zusammen mit der Leibhöhe lässt sich dadurch oft besser einschätzen, wie die Jeans tatsächlich sitzt.

Leibhöhe

Die Leibhöhe beschreibt den Abstand zwischen Schritt und Bund. Vintage-Jeans besitzen häufig eine höhere Leibhöhe als viele moderne Modelle. Dadurch sitzen sie stärker auf der Taille und verändern gleichzeitig die Proportionen des gesamten Outfits.

Beinöffnung

Auch die Breite am unteren Hosenbein kann interessant sein. Gerade beim Vergleich zwischen Straight-, Baggy- und Bootcut-Modellen zeigt dieses Maß schnell, wie weit die Jeans am Schuh fällt.

Der einfachste Trick: Eine eigene Jeans als Referenz nehmen

Wer seine perfekte Größe nicht genau kennt, braucht nicht unbedingt komplizierte Größentabellen. Am einfachsten ist es, eine Jeans aus dem eigenen Kleiderschrank zu nehmen, die bereits gut sitzt.
Diese legt man flach auf den Boden und misst:

  • Bundweite
  • Innenbeinlänge
  • Gesamtlänge
  • Leibhöhe
  • Beinöffnung

Mit diesen Werten lassen sich Vintage-Jeans deutlich zuverlässiger vergleichen als ausschließlich über die Größe auf dem Etikett. Ein oder zwei Zentimeter Unterschied können je nach gewünschtem Fit vollkommen in Ordnung sein. Wer eine lockerere Silhouette sucht, kann beispielsweise bewusst etwas mehr Platz an Bund oder Oberschenkeln wählen.

Typische Fehler beim Online-Kauf

Einer der häufigsten Fehler ist, einfach dieselbe Größe zu bestellen, die man auch bei aktuellen Jeans trägt. Ein Mann, der heute meistens W32 trägt, muss nicht automatisch in jede Vintage-Jeans mit W32 passen.

Ein weiterer Fehler besteht darin, ausschließlich auf Bilder zu achten. Fotos zeigen Waschung und Schnitt zwar gut, die tatsächlichen Proportionen lassen sich darüber aber nur eingeschränkt beurteilen.

Auch der gewünschte Stil sollte vorher klar sein. Wer eigentlich eine lockere 90s-Silhouette sucht, wird mit einer schmal geschnittenen Straight Jeans vermutlich nicht glücklich – selbst wenn die Bundweite perfekt passt.

Deshalb gilt beim Kauf von Vintage-Denim: Maße, Fit und Zustand sollten immer gemeinsam betrachtet werden.

Zustand: Darauf sollte man bei gebrauchten Jeans achten

Gebrauchsspuren gehören bei Vintage-Kleidung teilweise zum Charakter eines Kleidungsstücks. Trotzdem lohnt es sich, bestimmte Stellen genauer anzusehen. Besonders relevant sind:

  • der Schrittbereich
  • die hinteren Taschen
  • Kniebereiche
  • Hosenbeinenden und Säume
  • Reißverschluss oder Knöpfe
  • eventuell vorhandene Reparaturen

Leichte Waschspuren, Fades oder kleinere Gebrauchsspuren können einer Vintage-Jeans sogar einen individuellen Look geben.

Starke Beschädigungen an belasteten Stellen sollten dagegen transparent beschrieben und auf Bildern erkennbar sein.

Wo findet man passende Vintage-Jeans für Herren?

Mittlerweile gibt es sowohl große Secondhand-Plattformen als auch spezialisierte Vintage-Shops.
Gerade bei spezialisierten Shops kann der Vorteil darin liegen, dass Kleidungsstücke bereits ausgewählt, vermessen und genauer beschrieben wurden.

Wer gezielt nach verschiedenen Marken, Waschungen und Schnitten sucht, findet beispielsweise bei PkeyVintage eine Auswahl an Vintage-Jeans für Herren.

Unabhängig vom Anbieter sollte man vor dem Kauf prüfen, ob konkrete Maße angegeben werden und der Zustand des jeweiligen Einzelstücks nachvollziehbar beschrieben ist.

Vintage-Denim und bewusster Konsum

Bei Vintage-Mode geht es nicht ausschließlich um Ästhetik. Ein Kleidungsstück weiterzutragen, das bereits produziert wurde, verlängert zunächst einmal dessen Nutzungsdauer. Gerade hochwertige Denim-Jeans können bei entsprechender Pflege viele Jahre getragen werden.

Secondhand-Käufe können deshalb eine Möglichkeit sein, den eigenen Kleidungsstil individueller zu gestalten und gleichzeitig bereits vorhandene Kleidung weiterzuverwenden. Dabei muss eine Vintage-Garderobe nicht ausschließlich aus auffälligen Einzelstücken bestehen. Eine klassische Straight Jeans lässt sich beispielsweise genauso selbstverständlich mit einem weißen T-Shirt, Hemd oder Strickpullover kombinieren wie eine neu gekaufte Jeans.

Levis Vintage Jeans

Fazit: Maße sind wichtiger als das Etikett

Die Suche nach einer guten Vintage-Jeans wird deutlich einfacher, sobald man sich nicht mehr ausschließlich auf die Größenangabe konzentriert. Vor allem drei Punkte sind entscheidend:
der gewünschte Fit, die tatsächlichen Maße und der Zustand der Jeans.

Wer eine bereits gut sitzende Hose aus dem eigenen Kleiderschrank als Referenz vermisst, kann selbst ältere Größenangaben relativ zuverlässig einschätzen. Ob Straight, Relaxed, Baggy oder Bootcut: Am Ende ist nicht entscheidend, welche Größe auf dem Etikett steht, sondern wie die Jeans tatsächlich sitzt und ob sie zum eigenen Stil passt.

Bilder: depositphotos.com

Verwandte Beiträge

Anzeige

SHOEPASSION.com Banner

Keine Kommentare

Leave a Comment

Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.